Die Lesehunde

Das Lesehund-Konzept an der GS Im Roten Felde

Was bedeutet Lesehund?

Um das Üben des lauten Lesens für die Kinder noch motivierender zu gestalten, wird der Hund einer Lehrkraft als Lesehund im Rahmen des Leseunterrichts eingesetzt.

Dieses erfolgreich erprobte Lese-Konzept sieht vor, dass einem Lesehund anstatt z.B. einer Lehrkraft vorgelesen wird. Diese ist stets dabei, hält sich aber sehr zugunsten des Leseflusses des Kindes zurück. Sie spricht höchstens im Namen des Hundes, z.B. bei Nachfragen. Besonders erfolgsversprechend für das Lesen ist dies bei eher ängstlichen oder gehemmten Kindern, da Ängste und Hemmungen abgebaut werden.

Allen anderen Kindern bereitet es natürlich auch Freude, einem Hund vorzulesen. Er hört zu, verzieht keine Miene und kritisiert nicht. Es tut gut, den Hund zu streicheln und seine Nähe zu spüren. Dem Kind wird geholfen, den Lesefluss nicht zu unterbrechen, sobald Schwierigkeiten auftauchen.

Noch mehr Infos zum Hintergrund gibt es bei www.lesehund.de oder als Film: LZ Play.de Projekt „Lesehund“.

 

Zur Zeit arbeiten zwei Lesehunde an unserer Schule: die zweijährige Labradorhündin Carla und die vierjährige Golden Retriever Hündin Emilia. Beide sind kinderliebe, ruhige und sehr gut ausgebildete Hunde-Damen.

Sie begleiten die Kinder während der zweiten Klasse (in Absprache mit der Deutsch-Lehrkraft): Die reine Lesetechnik ist jetzt bei den Kindern aus der ersten Klasse kommend vorhanden. Während der zweiten Klasse stellt sich aber erst durch viel fleißiges Üben der Lesefluss ein. Damit einher kommt meist die Leichtigkeit und die Freude am Lesen. Die Arbeit mit dem Lesehund ist also eine Methode, um die Leseflüssigkeit und die Lesemotivation der Kinder zu fördern.

Bevor die Kinder dem Lesehund vorlesen, lernen sie die Regeln im Umgang mit dem Tier. Auch Hygienemaßnahmen wie Händewaschen vor dem Essen werden besprochen.

Selbstverständlich erfüllen die Hunde sämtliche gesundheitlichen Voraussetzungen.

(Claudia Engelhardt)